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Sieger Marcos Nader

5. Bounce Fight Night vor 2.200 begeisterten Besuchern

Marcos Nader verteidigt seinen internationalen IBF-Titel

Spannende Kämpfe und durchwegs gute Leistungen der österreichischen Boxer sahen die rund 2.200 Besucher der 5. Bounce Fight Night am Samstag, 23. November 2019 in der Erste Bank Arena in Wien Donaustadt.

 

So konnte der Wiener Publikumsliebling Marcos Nader seinen Titel eines IBF International Middlweight Champions nach einer harten Auseinandersetzung gegen den italienischen Herausforderer Khalil El Harraz verteidigen. Mit einem Sieg nach Punkten behielt der Howig Grigorjan gegen den Italiener Marco Miano auch in seinem dritten Kampf als Profi seine weiße Weste. Und Österreichs Olympische Boxer siegten gegen eine starke spanische Boxstaffel überraschend klar mit 6:0.

Die Bounce Fight Night wurde auf ORF Sport+ live übertragen.

 

Es war das erwartete harte Duell zwischen dem österreichischen Titelverteidiger Marcos Nader und seinem italienischen Herausforderer Khalil El Harraz. Nader dominierte die ersten Runden klar, musste jedoch in der 4. Runde einen Wirkungstreffer einstecken. Danach gab es einen Fight der beiden auf Biegen und Brechen, bei denen der Italiener vor allem seine bekannt guten Nehmerqualitäten unter Beweis stellte und unbeirrt nach vorne marschierte. Letztendlich setzte sich jedoch die feinere Boxtechnik und die größere Schnelligkeit von Marcos Nader durch. „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber eine gute Werbung für den Boxsport,“ zog Nader nach dem Kampf ein erstes Resümee. „Wir werden auch aus diesem Kampf wieder unsere Lehren ziehen, um es beim nächsten Mal noch besser zu machen,“ erklärte Trainer, Manager und Veranstalter Daniel Nader. Die Chance auf einen Weltmeisterschaftskampf ist jedenfalls wieder ein Schritt näher gerückt.

 

Dzambekovs „Pre-Olympiaduell“

 

Mit einem überraschenden 6:0 schickte die österreichische Nationalmannschaft im Olympischen Boxen ihre spanischen Kontrahenten nach Hause. Besonders gespannt war man in Fachkreisen auf das Duell im Halbschwergewicht (-81 kg) zwischen Umar Dzambekov und Jalidov Gazimagmed Schamilovich. Der Spanier wird auch bei den Quali-Turnieren für die Olympischen Spielen einer der härtesten Rivalen des Österreichers sein. In der Erste Bank Arena zeigte Dzambekov seinem Gegner
von der ersten Minute an, wer der Chef im Ring ist. Der Sieg nach Punkten fiel eindeutig aus.

 

K.O. von Salami

 

Nicht erwarten konnte man hingegen den klaren Punktesieg von Marcel Rumpler im Weltergewicht gegen den mit 180 Kämpfen und 120 Siegen besonders erfahrenen Aaron Gonzalez Diz. Rumpler zeigte eine überzeugende Leistung und stellte unter Beweis, dass er in der Olympia-Qualifikation noch ein Wörtchen mitreden möchte. Überzeugend war auch die Premiere des Zwei-Meter-Riesen Seun Salami (Boxklub Korneuburg) in der Bounce Fight Night. Im Superschwergewicht schickte er seinen Rivalen Martino Rio Gonzales in der dritten Runde auf die Bretter und gewann durch K.o. Ebenfalls durch K.o. in der zweiten Runde gewann Edin Avdic seinen Kampf gegen Ali Lulaev.

 

Umstrittener Sieg von Nikolic

 

Umstritten war hingegen der Punktesieg von Stefan Nikolic im Schwergewicht gegen den Spanier Emanuel Reyes Pla. Der Spanier, der in seiner Karriere schon 290 Kämpfe bestritt und davon 260 Siege errang, zeigte eine phantastische Technik und einen tollen Kampf, was auch Stefan Nikolic anschließend respektvoll anerkannte.

 

Kotaskovas Premiere als Frau

 

Begeistert zeigte sich das Wiener Publikum auch von einer besonderen Premiere in der Bounce Fight-Night. Mit Michaela Kotásková stieg erstmals eine Frau in den Ring. Sie beherrschte ihre spanische Kontrahentin Patricia Martin Cabrera und siegte nach einer starken Leistung klar nach Punkten. Von Michaela Kotásková wird man sicher noch mehr hören.


In der Master Boxing Division (+40 Jahre) siegte Oberarzt Armin Henning gegen den Präsidenten des burgenländischen Boxverbandes und Immobilientreuhänder Tomi Salinacki.

 

Über die Bounce Fight Night

 

Den Stellenwert der Bounce Fight Night als Österreichs größter Boxsport-Event wurde auch durch den Besuch namhafter Prominenz unter Beweis gestellt. Aus der Sportwelt waren unter anderem Ivona Dadic (Leichtathletik), Eva Vorarberger (Profiboxerin), Michaela Dorfmeister (Ski Olympia Siegerin), Steffen Hoffmann und Rubin Okotie (Fußball) gekommen.

 

Aus der Filmwelt wurden unter anderen mit Murathan Muslu, Stefan Ruzowitzky, Aaron Friesz, Marc Limpach und Max von der
Groeben gesehen, die Wirtschaft war unter anderem durch Michaela Huber (Vorständin ÖBB Personenverkehr), Matthias Wechner (Soravia Group) und Klaus Panholzer (Schönbrunn Kultur und Betriebs GmbH) vertreten. Ehrengäste aus der Politik waren der Wiener Sportstadtrat Peter Hacker und der Bezirksvorsteher für die Donaustadt Ernst Nevrivy.